Bürgerverein Mahlow-Waldblick e.V.
Bürgerverein Mahlow-Waldblick e.V.
Bild: privat

 

Blicke zurück—So fing alles an

Erinnern Sie sich noch an die „Bettlakenfraktion“? Das waren wir, vor der Vereinsgründung! Der Frust über ein zu hohes, zu schnelles und zu lautes Verkehrsaufkommen war groß, Abhilfe war nicht in Aussicht. Somit haben wir den gut sichtbaren Protest mit den beschrifteten  Bettlaken gewählt. Die Aufmerksamkeit war uns sicher, aber half sie uns Ziele zu erreichen – nein! Meckern kann jeder, um was es geht, ist konstruktive Zusammenarbeit mit den Entscheidungsebenen in Verwaltung und Politik. In uns fand ein Umdenken statt. Nach einer Bestandsaufname der Probleme im Ortsteil Waldblick, haben wir uns für den konstruktiven und sachlichen Weg entschieden. Die Vereinsgründung war der erste Schritt. Ganz oben auf unserer Problemliste stand die Planung der  Landesstraße 76, es folgten der Kampf um  befestigte Bushaltestellen, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und letztlich die Forderung nach einem Verkehrskonzept.

Bild: Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

 

L 76 neu

In der 2002 vorgelegten Planung zur L 76 haben wir gravierende Einschnitte für unseren Ortsteil in Bezug auf den Lärmschutz und der Abbindung der Marienfelder Straße gesehen. Wir haben unsere Argumente in der Gemeinde und im Planfeststellungsverfahren vorgetragen und dort Verständnis für die vorgetragenen Argumente gefunden. 

Bild: Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

 

Mit Unterstützung der Gemeinde konnte so eine Umplanung erreicht werden: Der Lärmschutz wurde an der Lichtenrader Straße erweitert, indem der Lärmschutzwall um ein entscheidendes Stück verlängert wurde. Außerdem gelang es, in langen Diskussionen die Gemeinde davon zu überzeugen, dass die Abbindung der Marienfelder Straße zu einem erheblichen Sicherheitsrisiko für das gesamte Wohngebiet geführt hätte, da dann nur eine innerörtliche Zufahrt gegeben wäre. Außerdem wäre so die räumliche Trennung von der Gesamtgemeinde zementiert worden. Heute findet sich an dieser Stelle eine Brücke über die L 76 neu, die eine direkte Verbindung zwischen Waldblick und Mahlow-Dorf herstellt.  Der von uns ebenfalls immer wieder begründete und geforderte erweiterte Lärmschutz im westlichen Teil Waldblicks hat leider keine Umsetzung erfahren.

Bild: privat

 

Schulwegsicherung - unsere Kinder brauchen einen sicheren Schulweg,

da muss doch was zu machen sein…

25 – 35 Kinder standen jeden Morgen, bei jedem Wetter in der Ziethener Straße und warteten auf den Bus zur Schule. In der dunklen Jahreszeit waren sie für die Autofahrer nur schlecht zu erkennen, da ist es schon mal geschehen, dass Kinder, wenn Pfützen von Autofahrern durchquert wurden, eine ungewollte Dusche erhalten haben.

Bild: privat

 

Die Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Schule die Lichtenrader Straße nutzen mussten, konnten sich auch nicht in Sicherheit wiegen.

Bild: privat

 

… und es war etwas zu machen

zum Schulbeginn 2003 war der langersehnte Geh-Radweg fertiggestellt worden,

Bild: privat

 

einige Zeit später wurde auch die Bushaltestelle „stadtfein“ gemacht. Jetzt kann man dort trockenen Fußes und überdacht auf den Bus warten.

Bild: Heino Maß

 

Naturschutz pur – unser Kampf gegen die Miniermotte

1. Schritt:

Im Jahr 2006 haben wir den Kampf gegen den Kastanienfeind Nr. 1, die Miniermotte aufgenommen. Wir haben die Anwohner der Arcostraße gebeten, das Kastanienlaub sorgfältig zu entfernen, damit die Miniermotte ihr Winterquartier verliert. Der Ortsbeirat Mahlow hat uns bei der Entsorgung  mit der Organisation von Containern unterstützt.

Später hat die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow das Bereitstellen von Containern für die Laubentsorgung der Straßenbäume in die Baumschutzsatzung übernommen.

Bild: privat

 

2.Schritt                

Am Samstag, den 03.03.2012, entstand am Rande der Arcostraße innerhalb von zwei Stunden eine neue Einfamilienhaussiedlung. Die Eigentümer sollen Meisen sein, Meisen, die die Larven der Miniermotte verspeisen. Der Bürgerverein Mahlow-Waldblick e. V. hat der Miniermotte, die die Kastanien in der Arcostraße über Jahre im Griff hatte, schon vor vielen Jahren den Kampf angesagt. Der Befall durch diese Motte hat dafür gesorgt, dass die Kastanien bereits im Sommer braunes Laub abgeworfen haben. Nachdem  die Anlieger konsequent das Laub entfernt haben, hat sich über

die Jahre ein Teilerfolg eingestellt. Nach weiteren Recherchen hat sich herausgestellt, dass die Larven des Kastanienfeindes auf der Speisekarte der Meisen stehen. Wieder mit der freundlichen Unterstützung des Ortsbeirates und der Gemeinde, ist es dem Bürgerverein gelungen, eine Genehmigung für den Bauantrag der Siedlung zu bekommen – der Auftrag für den Bau der Häuser wurde ausgelöst. Ein Rentner aus der Arcostraße hat über den Winter 15 Meisennistkästen hergestellt. Allen Beteiligten ein herzliches Danke dafür, besonders Lukas und Max Bomke – ohne Höhenangst.

Bild: Bürgerverein Mahlow-Waldblick, erstellt durch: Dr. Szamatolski + Partner

 

„Waldblicker Wiesengrund“   - Ein Ort zum Erholen, Entspannen, Aufhalten – unser Ort!

Im Jahr 2003 haben wir uns als Verein gegründet, um das Planfeststellungsverfahren zur „L76 neu“ kritisch und evtl. auch mit juristischer Hilfe zu beobachten und einzugreifen.  Mit der, jetzt schon teilweise fertiggestellten, L76 waren wir mit der im neuen  Planfeststellungsverfahren vorgestellten Planung und den eingearbeiteten Verbesserungen zufrieden. Es gab nur noch einen Knackpunkt, der fehlende Lärmschutz für die Brenzstraße! Im Laufe des Verfahrens ist uns klar geworden, dass wegen der großen Entfernung zwischen L 76 und Wohnbebauung, ein Lärmschutz nicht aufgenommen werden kann.

Bild: Bürgerverein Mahlow-Waldblick, erstellt durch: Dr. Szamatolski + Partner

 

Somit hatten wir beschlossen, das angesparte Geld in ein Projekt zu stecken, welches den Menschen an der Brenzstraße, aber auch der Allgemeinheit  Erholung bringt. Die Idee, einen so genannten „Plan B“ in Auftrag zu geben, wuchs in uns. Unter dem Aspekt, den Straßenlärm, der von der neuen L 76 ausgehen wird, zu minimieren  und den Erholungswert zu steigern, haben wir einen Umwelt- und Landschaftsplaner beauftragt, das Gebiet an der Marienfelder Straße, Brenzstraße und der neuen L 76 (ca. 2 ha) in Augenschein zu nehmen und für uns, einen Vorschlag zu erarbeiten. Das Ergebnis, den „Waldblicker Wiesengrund“, haben wir 2010 nach einer Präsentation der Gemeinde überreicht – jetzt hoffen wir, dass Idee, Plan und Projekt damit nicht in der Amtsschublade verschwunden ist!

 

Wir bleiben dran!

Bild: privat

 

„Vision 2020“  –  wir entwickeln eine Idee, wie Waldblick in 10 Jahren aussehen könnte

Wenn nichts mehr geht, ein Problem nicht mehr zu lösen ist, sollte man alles „auf Null“ setzen und den Neustart wagen. Das Waldblicker Verkehrsproblem war nicht mehr durch Stückwerk zu lösen, so beschloss die Gemeinde den Rahmenplan Mahlow-Nord, zusammen mit den Bürgern, anzugehen. Natürlich waren wir dabei! Gemeinsam, mit dem von uns sehr geschätzten Werner Stüben aus dem Roten Dudel, haben wir das nördlich der L 76 liegende Gemeindegebiet betrachtet und unsere Gedanken und Ideen zu Papier gebracht. Ziel muss die Verwirklichung des Leitsatzes: „Blankenfelde – Mahlow als grüne, familienfreundliche und moderne Gemeinde“ sein. Dies bedeutet, dass eine ausreichende Grundstücksgröße, viele Allgemeinflächen als Grünanlagen, Grünstreifen, Spielplätze und die Begrünung der Straßen notwendig sind. Einkaufsmöglichkeiten, soziale Einrichtungen und ein großer Traum, der S-Bahnhof „Mahlow-Nord“ können mit dem neuen Wohngebiet verwirklicht werden.

Das Ziel: Hohe Lebensqualität, für möglichst viele Menschen.

Bild: Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

 

Es begann ein langer, arbeitsreicher Weg. Der zuständige  Ausschuss (BUTA) hat sich in regelmäßigen Abständen mit den Bürgern/innen getroffen. Die konstruktiven und kreativen Ideen wurden aufgenommen und dann in die Hände eines externen Planers gelegt. Das Ergebnis wurde in einer Bürgerversammlung vorgestellt und hatte eine überwältigende Zustimmung erfahren.

 

Heute: Der Rahmenplan „Mahlow-Nord“ ist für die unbebauten Gebiete fertiggestellt.

Für die bestehenden Teile „Roter Dudel“ und „Waldblick“ sind dadurch Grundlagen zur verkehrlichen Entlastung gelegt. 

Bild: Heino Maß

 

Das Pflanzen von Bäumen

In den vergangenen 10 Jahren haben wir einen Kastanienbaum und eine Linde in der Arcostraße gepflanzt - natürlich hatten wir dabei auch unseren Spaß. Glücklicherweise sind die Bäume gut angewachsen und haben sich prächtig entwickelt.

Bild: privat

 

Alle Jahre wieder – Frühjahrsputz in Waldblick

2004 hat der Ortsbeirat Mahlow zum ersten Frühjahrsputz aufgerufen. Zwischen 20 und 40 Waldblicker haben sich jährlich beteiligt, 35 Prozent der fleißigen Helfer/innen haben kein Jahr ausgelassen. Wir haben in der Zeit neun Container gefüllt, unzählige blaue Säcke geschleppt und unzählige Schubkarren bewegt. In den ersten Jahren haben wir große Autoteile, Fernseher und Küchengeräte gefunden. Für die Kinder war das wie Ostern, es hat ihnen große Freude bereitet und der Abtransport von großen und kleinen, manchmal auch merkwürdigen Gegenständen mit der Straßendampflokomotive war oft der krönende Abschluss der Sammelaktion, bevor der Ortsbeirat mit dem Imbiss gekommen ist.

Die Fundstücke sind kleiner und weniger geworden, aber der traditionelle Frühjahrsputz bleibt aufregend.

Bild: privat

 

Das Dialogdisplay in der Arcostraße

Ein gelungener Schritt zur Geschwindigkeitsreduzierung und Verkehrsberuhigung. Pünktlich zum Schulbeginn 2010 wurde das vom Bürgerverein und der Gemeinde zu gleichen Teilen finanzierte  Dialogdisplay in der Arcostraße angebracht. Wir würden uns wünschen, dass an Schulen und Kitas in der Gemeinde diese Idee übernommen wird, denn sie zeigt Wirkung.

Bild: privat

 

§ 29 b LuftVG

Im Oktober 2010 nach Bekanntgabe der neuen Flugrouten haben  wir die bundesweite Unterschriftenaktion gegen die Änderung des §29 b Luft VG wieder aufgenommen. Brigitte Grajeck-Dyhr hatte bei diesem Projekt „den Hut auf“ und hat mit Hilfe von vielen Mitstreitern/innen Unterschriften gesammelt, gesammelt und gesammelt – bundesweit per Mail und auf JEDER Demo. Sicher wundert sich jetzt der Leser warum der Verein darüber berichtet, eine Unterschriftensammlung ist doch nichts Besonderes.

Für uns ist das schon etwas Besonderes gewesen, denn am Ende hat alleine unser Mitglied  16.000 Unterschriften im Bundeskanzleramt zusammen mit den Initiatoren der Unterschriftenaktion aus Mainz  übergeben können.

Bild: privat

 

Generationenstaffel

Die Generationenstaffel ist ein Projekt an dem wir noch arbeiten müssen, die Hürden für die Teilnahme sind hoch gesteckt. Jeden letzten Sonntag im April treten die Staffeln, bestehend aus 11 Personen, im Natursportpark Blankenfelde gegeneinander an. Wie der Name, Generationen-staffel, es schon sagt, müssen die Teilnehmer immer einer bestimmten Altersklasse (6-10, 11-15, 16-20, 21-25, 26-30, 31-35, 36-40, 41-45, 46-50, 51-55 und 56-60 + älter) angehören – genau das macht die Sache so schwierig. Jeder Läufer muss ca. 1 km durch den Wald laufen und am Ende mit Pfeil und Bogen drei Mal ins Runde treffen. Für jeden Schuss, der danebengeht,  muss, ähnlich wie beim Biathlon, eine Strafrunde gelaufen werden. In Zukunft würden wir gerne jedes Jahr starten, diese Veranstaltung ist wirklich klasse. Wer Lust hat, im „Team Waldblick“ zu starten kann sich unter Angabe des Namen, Geburtsdatum, Telefonnummer und/oder E-Mail bei uns melden.

infomail@bvm-w.de   oder 37 90 75

Hier finden Sie uns

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Hans-Olde-Str. 39

15831 Mahlow

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